CBD-Tee: Was ist Hanftee und welche Wirkung hat er?

Hanf gilt mittlerweile als echte Trendpflanze, die ganz ohne berauschenden Effekt auskommt. Viele Produkte werden nämlich aus Nutzhanf gewonnen, dessen THC-Gehalt unter 0,2 Prozent liegt. Neben anderen CBD-Produkten erfreut sich besonders Hanftee immer größer werdender Beliebtheit, da er entspannend und ausgleichend wirken soll und viele Nährstoffe beinhaltet.

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Was ist Hanftee?

Hanf gehört zu den ältesten Nutzpflanzen überhaupt. Seit vielen Jahren stellt man aus der robusten Pflanze Kleidung, Speiseöle oder widerstandsfähige Seile her, jedoch wird Hanf auch sehr gerne zur Herstellung von Hanftee genutzt. Wer bei Hanftee an eine Droge denkt, irrt sich aber gewaltig.

Auch wenn die pharmakologische Wirkung von Hanf in den letzten Jahren immer mehr in den Mittelpunkt gerückt ist, hat Hanftee mit Haschisch oder Marihuana nichts gemein. Ganz im Gegenteil: Hanftee wird aus Nutzhanf hergestellt, der so gezüchtet wurde, dass er nicht mehr als 0,2 Prozent THC (Tetrahydrocannabinol) enthält. Für die Herstellung eines Hanftees werden in erster Linie die Blätter und Blüten der Hanfpflanze genutzt, während die Stängel kaum Verwendung finden.

Durch das enthaltene Cannabinoid CBD soll Hanftee das Wohlbefinden steigern, da der Wirkstoff auf das menschliche Endocannabinoid-System Einfluss nehmen soll. So soll Hanftee nicht nur bei Stress und Schlafstörungen helfen – er kann auch bei Schmerzen Wirkung zeigen.

Was ist das Endocannabinoid-System?

Als Endocannabinoid-System wird ein Teil des Nervensystems bezeichnet, der die beiden Endocannabinoid-Rezeptoren CB1 und CB2 umfasst. Der CB1-Rezeptor kommt am häufigsten im Kleinhirn, dem Hippocampus sowie in den Basalganglien vor und ist in erster Linie ein Bestandteil der Nervenzellen.

Der CB2-Rezeptor ist hingegen ein wesentlicher Bestandteil unseres Immunsystems. Er ist in allen Zellen enthalten, die für den Knochenaufbau und Knochenabbau verantwortlich sind. Da man dem Cannabinoid CBD (Cannabidiol) nachsagt, dass es die Rezeptoren des Endocannabinoid-Systems beeinflussen kann, liegt die Vermutung nahe, dass Hanftee womöglich einen positiven Einfluss auf unseren Körper und unsere Psyche haben kann.

Enthält Hanftee THC?

Hanftee enthält grundsätzlich kein THC, da er aus Nutzhanf (Cannabis sativa) hergestellt wird, der weniger als 0,2 Prozent THC enthält. Bei vielen Hanfprodukten liegt der THC-Gehalt sogar noch darunter.

Für die Herstellung von Hanftee werden meistens die Blätter und Blüten der Hanfpflanze verwendet, die dann schonend getrocknet und für den Gebrauch als Hanftee zerkleinert werden. Da Hanftee besonders reich an Nährstoffen ist und entspannend und ausgleichend wirken soll, ist er ein guter Begleiter im Alltag.

Was ist CBD-Tee?

Wer im Internet nach Hanftee sucht, stößt nicht nur auf den Begriff Hanftee, sondern auch auf die Bezeichnung CBD-Tee. Hier stellt sich natürlich die Frage, ob es sich bei Hanftee und CBD-Tee um dieselben Teesorten handelt oder ob es tatsächlich Unterschiede gibt.

Im Internet wird CBD-Tee auch oft als CBD-Hanftee bezeichnet, jedoch handelt es sich in diesem Fall um dasselbe Produkt. Im Gegensatz zu reinem Hanftee wird CBD-Tee aus den Blättern und Blüten älterer Hanfpflanzen hergestellt, die in der Regel einen höheren Gehalt an Cannabidiol aufweisen. Aufgrund des höheren Anteils an CBD könnte man den Tee auch als Hanftee mit CBD bezeichnen.

Auch wenn ältere Hanfpflanzen einen höheren Gehalt an CBD haben, liegt der THC-Anteil trotzdem unter 0,2 Prozent, da gezüchtete Hanfpflanzen nicht viel THC bilden und deshalb auch nicht berauschend wirken können.

Hanftee mit CBD: Was ist CBD?

Wenn Hanftee aus älteren Hanfpflanzen hergestellt wird, enthält er CBD und kann deshalb auch als CBD-Tee bezeichnet werden. CBD ist ein Cannabinoid, das ähnlich wie THC wirken kann, wobei die psychoaktive Wirkung entfällt. CBD werden beruhigende, ausgleichende und entzündungshemmende Eigenschaften zugesprochen, weshalb der Wirkstoff zur Linderung von bestimmten Erkrankungen eingesetzt werden kann.

So soll CBD bei

  • Schlafstörungen,
  • Stress,
  • Herz-Kreislauf-Problemen,
  • Verdauungsproblemen und
  • Schmerzen

Wirkung zeigen und zur Stärkung des Immunsystems beitragen können. Dass der Wirkstoff CBD ohne berauschende Eigenschaften auskommt, macht ihn zu einem Nahrungsergänzungsmittel, das Verbraucher ohne Bedenken konsumieren können, da es nicht auf der Liste der Betäubungsmittel steht.

Auch wenn man derzeit davon ausgeht, dass sich CBD-Tee positiv auf das Nerven-, Hormon- und Immunsystem auswirken kann, stecken Studien zur Wirksamkeit des Stoffs derzeit noch in den Kinderschuhen. Vermutlich sind noch viele Jahre nötig, um die Wirksamkeit von Hanftee eindeutig belegen zu können.

Hanftee wird aus jungen Hanfpflanzen hergestellt
Ein frisch aufgebrühter Hanftee

Was ist Hanftee ohne CBD?

Neben CBD-Tee können Verbraucher auch einen Hanftee kaufen, der deutlich weniger oder gar kein CBD enthält. Im Gegensatz zu CBD-Tee wird Hanftee aus den Blättern und Blüten junger Hanfpflanzen hergestellt, deren CBD-Gehalt ausgesprochen gering ist. Stattdessen soll Hanftee besonders reich an Vitaminen, Flavonoiden, Antioxidantien und Chlorophyll sein, weshalb er in erster Linie als Nahrungsergänzung konsumiert wird.

Durch den geringeren Anteil an CBD soll Hanftee keine allzu starke Wirkung entfalten, obwohl dem Tee ebenfalls viele positive Eigenschaften zugesprochen werden. Oft wird Hanftee in Kombination mit anderen Kräutern oder in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen angeboten.

Wirkung und Geschmack von Hanftee

Welche Wirkung kann Hanftee haben?

Wie du bereits weißt, kann Hanftee viele positive Wirkungen auf den Körper und die Gesundheit haben. Zu den positiven Effekten soll seine entspannende Wirkung zählen, weshalb der Tee zum Beispiel bei Stress und Schlafstörungen eingesetzt werden kann. Auch soll er aufgrund seiner ausgleichenden Eigenschaften bei depressiven Verstimmungen Wirkung zeigen können.

Durch den CBD-Anteil, der bei einem reinen Hanftee etwas geringer ausfällt, können dem Tee die Eigenschaften von Cannabidiol zugutekommen. Derzeit geht man davon aus, dass Hanftee womöglich

  • das Immunsystem stärken,
  • die Verdauung anregen,
  • Stress mindern und
  • Entzündungen vorbeugen und mindern

kann. Da der Tee frei von THC ist, kann er auch in größeren Mengen bedenkenlos konsumiert werden. Hanftee soll, wie andere CBD-Produkte auch, vor allem bei chronischen Beschwerden helfen können, weshalb er sehr gerne bei Schmerzen, rheumatischen Leiden, Arthrose und MS getrunken wird. Ob Hanftee bei diesen Erkrankungen tatsächlich Wirkung zeigen kann, ist allerdings noch nicht abschließend erforscht.

Entspannung ohne Bewusstseinstrübung

Wer glaubt, dass Hanftee so entspannend wirkt, dass er schläfrig macht, liegt falsch. Denn: CBD soll der Gegenspieler von THC sein, weshalb der Tee zur Beruhigung beitragen kann, ohne dabei das Bewusstsein zu beeinträchtigen. Lediglich der Konsum von THC geht mit einer Beeinträchtigung des Bewusstseins einher, da der Wirkstoff einen Rausch verursacht und somit unter das Betäubungsmittelgesetz fällt.

Welchen Geschmack hat Hanftee?

Wer regelmäßig Hanftee trinkt, mag das typische Aroma, das bisweilen an Heu erinnert. Nach dem Aufgießen entwickelt der Tee eine gelbliche bis grüne Färbung. Manche empfinden den Geschmack von Hanftee als lieblich, andere wiederum meinen, dass er nicht süß, sondern eher etwas herb schmeckt.

Unterm Strich hat Hanftee einen interessanten Geschmack, der bei Teeliebhabern definitiv für Abwechslung sorgen kann. Viele verwenden ihn übrigens als Kaffeeersatz und bereiten ihn entweder mit Milch oder einer Milchalternative zu, beispielsweise mit Hafer-, Mandel- oder Sojamilch.

So solltest du Hanftee zubereiten

Hanftee kann grundsätzlich zu jeder Tageszeit getrunken werden, wobei viele Menschen ihn gleich morgens mit einem Schuss Milch oder Sahne genießen. Für den Genuss von Hanftee können entweder Teebeutel oder loser Hanftee (mit oder ohne CBD) verwendet werden. Wenn du losen Tee bevorzugst, eignen sich spezielle Teefilter (Siebe) sehr gut, die du ganz bequem aus der Tasse nehmen kannst, ohne den Hanftee extra abseihen zu müssen.

Ein Teelöffel Hanftee reicht in der Regel für eine Tasse aus, jedoch kannst du die Menge auch ganz individuell an deine persönlichen Bedürfnisse anpassen. Der Tee wird dann mit heißem (nicht kochendem) Wasser aufgegossen, bevor du ihn etwa zwei bis fünf Minuten ziehen lässt. Der Tee nimmt dann eine grüne Farbe an.

Viele trinken Hanftee ohne Zusatz, um den natürlichen Geschmack zu genießen. Wer den Geschmack von Hanf nicht mag, kann bei Bedarf etwas Zitrone, Honig oder Agavensirup hinzugeben, um den Hanftee geschmacklich etwas aufzupeppen.

Übrigens: Das in dem Hanftee enthaltene CBD ist leider nicht wasserlöslich, wird aber mit Fett etwas besser vom Körper aufgenommen. Ein Schuss Milch, Sahne, Butter oder Kokosöl reicht bereits aus, um die Bioverfügbarkeit von CBD zu verbessern.

Hanftee kaufen: Was solltest du beachten?

Inzwischen gibt es eine große Auswahl an verschiedenen Hanftee-Sorten. Purer Hanftee erfreut sich großer Beliebtheit, jedoch werden Hanftee-Sorten mit unterschiedlichen Geschmacksrichtungen ebenso häufig gekauft.

Je nach Hersteller können die Preise für Hanftee erheblich variieren, weshalb es sich durchaus lohnt, die Angebote und Preise miteinander zu vergleichen. Bei vielen Herstellern ist zudem ein biologischer Anbau garantiert, was bedeutet, dass die Hanftees frei von chemischen Inhaltsstoffen sind und ohne Zusatzstoffe auskommen. Sie werden außerdem aus Nutzhanf gewonnen und dürfen den Richtwert von 0,2 Prozent THC nicht überschreiten.

Wer sich auf den Webseiten der Hersteller nach Hanftee umsieht, stößt bisweilen auf bereits reduzierte Produkte, wobei sich der Hanftee auch mit einem anderen CBD-Produkt, beispielsweise mit einem CBD-Öl, kombinieren lässt.

Fazit

Hanftee wird von vielen Menschen sehr gerne morgens und meist mit einem Schuss Milch, Honig oder Zitrone getrunken. Es gibt ihn sowohl mit als auch ohne CBD. Als Grundlage dient Nutzhanf, der weniger als 0,2 Prozent THC enthält und keine berauschende Wirkung hinterlässt. Da Hanftees geringe Mengen CBD enthalten können, werden dem Tee einige gesundheitsfördernde Eigenschaften zugesprochen.

Hanftee soll zum Beispiel entzündungshemmend, ausgleichend und beruhigend wirken, weshalb er sehr gerne bei Entzündungen, Schmerzen, Schlafstörungen und Stress eingesetzt wird. Da das Cannabinoid CBD nicht wasserlöslich ist, sollte der Tee am besten mit etwas Fett getrunken werden, beispielsweise mit Kokosöl oder Milch.


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Bildnachweis: Chubykin Arkady / Shutterstock.com, Corri Seizinger / Shutterstock.com

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