Was ist CBD?

Cannabidiol (CBD) ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Cannabinoide. Sie kommt von Natur aus in der Hanfpflanze vor – wegen der wissenschaftlichen Bezeichnung Cannabis sativa L. wird sie auch Cannabispflanze genannt.

CBD erfährt momentan einen enormen Popularitätsschub, weil Forschung und Medizin die heilsamen Kräfte des Stoffes wiederentdecken. Dabei ist CBD mittlerweile sicherlich genauso bekannt wie Tetrahydrocannabinol (THC). Auch wenn beide Stoffe zwar Gemeinsamkeiten aufweisen, unterscheiden sie sich im Detail doch drastisch. Im Gegensatz zu THC wirkt CBD zum Beispiel nicht psychotrop. Dies heißt, dass durch die Einnahme von CBD kein Rausch ausgelöst wird. Daher ist CBD auch vollkommen legal erhältlich und fällt nicht unter das Betäubungsmittelgesetz.

Cannabidiol und seine chemische Formel

Bereits vor 5.000 Jahren wurde Hanf als Medizin eingesetzt und die Menschen nutzten es bei Schmerzen sowie Entzündungen. In der Zwischenzeit konnten knapp 500 wesentliche Bestandteile der Hanfpflanze bestimmt werden. Neben Flavonoiden finden sich auch Terpene und weitere Pflanzenstoffe im Hanf. Doch auch Phytocannabinoide, also Cannabinoide pflanzlichen Ursprungs, sind in der Cannabispflanze zu finden. Bislang konnten mehr als 100 verschiedene Cannabinoide isoliert werden, darunter auch CBD. Vor allem dieser Stoff ist äußerst interessant, da er zahlreiche positive Effekte auf den Körper und den Organismus haben kann. Dies liegt daran, dass das nicht-psychoaktive CBD an verschiedene Rezeptorsysteme andockt und somit Einfluss auf den Körper nehmen kann. Ein weiterer großer Vorteil ist, dass Cannabidiol sehr gut verträglich und somit auch für die Selbstmedikation interessant ist.

Offiziell bestätigt

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft CBD als nicht gefährlich für die Gesundheit ein.

Der Hype um CBD

Der Hype um CBD ist momentan riesig. Einigen Menschen ist der Begriff bisher dennoch nicht geläufig. Dem CBD wird nachgesagt, dass es zahlreiche positive Eigenschaften hat und bei den unterschiedlichsten Beschwerden unterstützend eingesetzt werden kann. Dabei ist CBD vor allem zur Behandlung von Schmerzen im Einsatz – Schmerzpatienten weltweit schwören auf diesen Stoff, der als natürliche Alternative zu herkömmlichen Schmerzmitteln gilt. Der Vorteil von CBD ist, dass es vollkommen legal und frei erhältlich ist. CBD kann in Form von CBD-Öl, CBD-Kapseln sowie Salben und Cremes mit CBD-Anteil erworben werden.

Bei allen Produkten unterscheiden sich jedoch die Konzentrationen: Bei leichten bis mittleren Beschwerden kann ein CBD-Öl mit geringem CBD-Anteil unterstützend eingesetzt werden. Bei chronischen Schmerzen oder schweren Erkrankungen hingegen ist eher ein CBD-Produkt mit einer hohen CBD-Konzentration als unterstützende Therapie empfehlenswert. Selbstverständlich sollte die Einnahme des Cannabinoids immer mit dem behandelnden Arzt abgeklärt werden.

Die Wirkung von CBD

CBD hat ein breites Wirkungsspektrum und kann daher bei den unterschiedlichsten Erkrankungen eingesetzt werden. Vor allem bei Schmerzpatienten ist CBD auf dem Vormarsch und wird sogar von Ärzten empfohlen. Ärzte können CBD jedoch nicht verschreiben, weswegen der Patient die Kosten selbst tragen muss. 

CBD hat aber noch weitere Vorteile und Eigenschaften, die nicht unterschätzt werden sollten. Das Cannabinoid weist zum Beispiel einen beruhigenden Effekt auf und wirkt schlaffördernd. Wer an Ein- oder Durchschlafproblemen leidet, kann dank CBD vielleicht mit natürlichen Mitteln Abhilfe schaffen. Dabei ist in vielen Foren zu lesen, dass Cannabidiol Ein- und Durchschlafprobleme schon ab der ersten Einnahme deutlich lindert. Zudem wird berichtet, dass sich die Nutzer trotz wenig Schlaf am Morgen ausgeruht und fit fühlen. Der größte Vorteil: Im Gegensatz zu herkömmlichen, oft pharmazeutischen Schlafmitteln tritt bei CBD kein Gewöhnungseffekt ein und auch das schwammige Gefühl im Kopf bleibt aus. Zudem macht CBD nicht abhängig wie die meisten Schlafmittel, die zudem nur rezeptpflichtig erhältlich sind.

Des Weiteren weist CBD entzündungshemmende Eigenschaften auf, wirkt anti-schizophren und soll auch den Appetit zügeln. Aus diesem Grund ist es für unterernährte Personen leider weniger geeignet. Gleichzeitig soll CBD auch einen positiven Effekt auf das Gehirn ausüben und sogar nervenschützend wirken, wie Wissenschaftler in Studien herausgefunden haben.

Die wichtigsten Wirkmechanismen von Cannabidiol

Zu CBD wurden schon zahlreiche Studien durchgeführt und es wird weiterhin mit Hochdruck geforscht. Wir möchten hier kurz zusammenfassen, welche bedeutenden Wirkmechanismen des Cannabinoids bereits gründlich erforscht sind:

  • Cannabidiol bindet sich an den Nucleosid-Transporter-1. Das heißt, dass der Adenosin-Signalweg verstärkt wird und es zu einer erhöhten Neurotransmitter-Ausschüttung kommt und diese harmonisiert wird. In Tierversuchen wurde zudem belegt, dass CBD den Entzündungsparameter TNF-alpha reduziert (Malfait et al. 2000). Dieser Effekt kann bei der Behandlung von Arthritis helfen.
  • Wie Capsaicin stimuliert auch Cannabidiol den Vanilloid-Rezeptor Typ 1. Forscher gehen davon aus, dass diese Interaktion das Empfinden von Schmerzen hemmt. (Bisogno et al. 2001)
  • Weiterhin interagiert CBD mit dem GPR55-Rezeptor. Wissenschaftler nehmen an, dass CBD aus diesem Grund Entzündungen hemmen kann. (Li et al. 2013)
  • CBD weist zellschützende Eigenschaften auf und wirkt – wie andere Inhaltsstoffe der Cannabispflanze auch – als Radikalfänger, macht also im Körper vorhandene, potenziell gefährliche freie Radikale unschädlich.

Wie gefährlich ist CBD und hat CBD Nebenwirkungen?

CBD hat, wenn es sachgemäß verwendet, also nicht überdosiert wird, keine nennenswerten Nebenwirkungen. Selbst die WHO stuft CBD als ungefährlich ein. Allerdings kann es immer zu unerwünschten Begleiterscheinungen kommen, da jeder Mensch unterschiedlich ist und anders auf das Cannabinoid reagiert.

Auf die richtige Dosis achten

Bei einer zu hohen Dosis kann es zu Mundtrockenheit, Schwindel, Übelkeit und Durchfall kommen. Auch Kopfschmerzen können auftreten. Aus diesem Grund ist es wichtig, immer mit einer sehr geringen Dosis zu beginnen, sodass sich der Körper langsam an das CBD gewöhnen kann. Sollten Begleiterscheinungen auftreten, sind diese allerdings in der Regel in wenigen Stunden wieder verschwunden.

Schwangere Frauen und stillende Mütter sollten kein CBD einnehmen. Ebenso Menschen, die Medikamente einnehmen müssen, sollten Vorsicht walten lassen, da es hier zu Wechselwirkungen kommen kann. Eine unterstützende Behandlung mit CBD sollte deshalb immer mit dem Arzt abgesprochen werden.

CBD in verschiedenen Flaschen
CBD-Produkte können bei Beschwerden helfen

Macht CBD abhängig?

Diese Frage kann mit einem klaren Nein beantwortet werden. Der Stoff Cannabidiol macht definitiv nicht abhängig.

Auch ein Gewöhnungseffekt tritt nicht ein. CBD-Öl oder andere CBD-Produkte lassen sich außerdem entsprechend der eigenen Situation passgenau dosieren. Dies heißt, dass bei großen Beschwerden mehr eingenommen und in schmerzfreien Phasen sogar ganz auf CBD verzichtet werden kann.

Tritt bei CBD eine Toleranzentwicklung auf?

Auch diese Frage kann ganz klar mit Nein beantwortet werden. Selbst wer lange CBD einnimmt, muss keine Angst haben, dass ein Gewöhnungseffekt eintritt.

Während bei Schmerz- oder Schlafmitteln nach einer Weile in der Regel die Dosis erhöht werden muss, um die Symptome zu behandeln, ist dies bei CBD definitiv nicht der Fall. Zudem hat Cannabidiol auch den Vorteil, dass es rein pflanzlich und sehr gut verträglich ist und zudem nicht abhängig macht.

Ist CBD legal?

Ja, CBD ist vollkommen legal erhältlich.

Produkte mit einem CBD-Anteil sind in Deutschland allerdings nur dann legal, wenn der THC-Gehalt bei unter 0,2 % liegt. Viele Hersteller verzichten daher sogar ganz auf THC-haltige CBD-Produkte. In Österreich darf der THC-Anteil 0,3 % nicht übersteigen, in der Schweiz ist sogar ein THC-Gehalt von unter 1 % erlaubt. Daher ist bei der Einfuhr von CBD-Produkten aus der Schweiz Vorsicht geboten, um nicht mit dem Betäubungsmittelgesetz in Konflikt zu geraten.

Welche Vorteile hat CBD?

CBD hat zahlreiche Vorteile. Zum einen ist es legal erhältlich und zu 100 % natürlich. Zum anderen kann es auf den ganzen Körper und Organismus wirken und bei zahlreichen Beschwerden eingesetzt werden.

  • Herpes
  • Hautprobleme, wie unreine Haut oder Ekzeme
  • Neurodermitis und Schuppenflechte
  • Entzündungen
  • Schmerzen aller Art
  • Stimmungsschwankungen und Depressionen
  • Panikattacken und Angststörungen

und viele weitere Beschwerden können mit CBD gelindert werden. Auch bei Multiple Sklerose, Epilepsie oder auch ADHS/ADS bei Kindern kann CBD hilfreich unterstützen.

Da jedoch jeder Mensch unterschiedlich reagiert, muss jeder die für ihn passende CBD-Dosierung finden, um seine Symptome zu behandeln. Bei der Einnahme von weiteren Medikamenten muss die CBD-Einnahme mit dem Arzt besprochen werden.

CBD ist für viele Menschen eine Alternative zu chemisch hergestellten Medikamenten, wie im Internet häufig zu lesen ist. Allerdings ist CBD kein Wundermittel – eine gute Balance zwischen der Schulmedizin und CBD kann jedoch für zahlreiche Nutzer eine hervorragende Möglichkeit sein, die eigenen Beschwerden zu behandeln.


Shops und Hersteller

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HEMPERIA ist ein Online-Shop für organische, nachhaltige und vegane Hanf-…
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Bildnachweis: Creativan / Shutterstock.com

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