Was darf ich nach der Einnahme von CBD noch machen?

Bei CBD handelt es sich um ein pflanzliches Nahrungsergänzungsmittel, das im Handel legal erhältlich ist und nicht dem Betäubungsmittelgesetz unterliegt. Trotzdem sind sich viele Verbraucher unsicher, ob Cannabidiol nicht doch berauschend wirken und womöglich die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen kann. Hier muss jedoch ganz klar gesagt werden: CBD ist keine Droge, sondern ein Nahrungsergänzungsmittel. Es ist nicht mit dem berauschenden Wirkstoff THC gleichzusetzen.

Macht CBD high?

CBD wird aus der Hanfpflanze extrahiert, weshalb unweigerlich die Frage aufkommt, ob der Wirkstoff auch high machen kann. Leider wird Cannabidiol häufig mit THC gleichgesetzt, auch wenn man heute weiß, dass CBD keine psychoaktive Wirkung besitzt. Bei THC handelt es sich übrigens um Tetrahydrocannabinol – eine berauschende Substanz, die tatsächlich high machen kann und unter das Betäubungsmittelgesetz fällt.

Im Gegensatz zu THC hat CBD nichts mit „Cannabis“ oder „Marihuana“ zu tun. Ganz im Gegenteil: Dem Wirkstoff werden sogar gesundheitsfördernde Eigenschaften zugesprochen, weshalb er in vielen Online-Shops als Nahrungsergänzungsmittel erhältlich ist.

Wie viel THC dürfen CBD-Öle enthalten?

Wer CBD-Öl kauft, erkennt schnell, dass die Produkte einen geringen Restanteil THC enthalten. Das sorgt zunächst für Verunsicherung und legt verständlicherweise die Vermutung nahe, dass es sich bei den CBD-Produkten vielleicht doch um Drogen handelt, die zu einer Beeinträchtigung im Alltag führen können.

Zunächst müssen Verbraucher wissen, dass es sich bei dem sehr geringen THC-Gehalt lediglich um Spuren von THC handelt. Wie viel THC die Produkte enthalten dürfen, ist rechtlich festgelegt, um mögliche Verunreinigungen und damit verbundene psychoaktive Wirkungen zu vermeiden.

In Deutschland dürfen CBD-Produkte höchstens 0,2 Prozent THC enthalten, in Österreich liegt der maximale Wert bei 0,3 Prozent THC. Diese Grenzwerte müssen auf der Verpackung gekennzeichnet sein. Zutreffend ist, dass Verbraucher auch Spuren von THC aufnehmen können, wenn sie ein CBD-Produkt konsumieren. Deshalb ist die Frage, ob CBD-Produkte berauschend wirken können, prinzipiell durchaus gerechtfertigt ist.

Mann und Frau rauchen einen Joint
Wer nach dem Konsum von THC Auto fährt, riskiert den Führerschein. Aber wie verhält es sich mit CBD?

CBD kaufen: Worauf sollten Verbraucher achten?

Laut Betäubungsmittelgesetz müssen Hersteller grundsätzlich darauf achten, dass ihre CBD-Produkte den THC-Grenzwert nicht überschreiten. Für Verbraucher bedeutet dies, dass sie ihre Produkte nur bei vertrauenswürdigen Herstellern kaufen und einen Blick auf die Produktbeschreibung werfen sollten. Der THC-Gehalt sollte hier mit weniger als 0,2 Prozent THC deklariert sein.

Einige Hersteller bieten sogar CBD-Produkte an, die weniger als 0,02 Prozent THC enthalten und daher nahezu frei von THC sind. Dies gelingt mithilfe besonders schonender Verfahren (CO2-Extraktion), um das CBD zu extrahieren und unerwünschte Nebenprodukte außen vor zu lassen. Die Verwendung von Nutzhanf aus biologischem und nachhaltigem Anbau kann sich ebenfalls positiv auf die Qualität des Produktes auswirken.

Bei der CBD Einnahme sollten sich Verbraucher strikt an die Empfehlungen des Herstellers halten, anstatt das Produkt nach eigenem Ermessen einzusetzen. Gewöhnlich sollen wenige Tropfen CBD-Öl ausreichen, um einen positiven Effekt zu erzielen. Wer das Öl für medizinische Zwecke einnehmen möchte, greift am besten gleich zu einem höher dosierten CBD-Produkt, das mehr CBD enthält. Der THC-Gehalt sollte allerdings auch hier unter 0,2 Prozent liegen, sodass Verbraucher keine berauschende Wirkung befürchten müssen.

Beeinträchtigt CBD die Fahrtüchtigkeit?

Viele Verbraucher beschäftigt die Frage, ob CBD die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen kann. Diese Frage kann allerdings mit einem ganz klaren „Nein“ beantwortet werden. Denn die CBD-Produkte in Deutschland dürfen per Gesetz höchstens 0,2 Prozent THC enthalten. In der Praxis beträgt der THC-Anteil bei vielen Produkten auf dem Markt nur 0,02 Prozent oder sogar noch weniger. Eine Beeinträchtigung des Fahrvermögens durch hierzulande zugelassene CBD-Produkte ist wegen des äußerst geringen THC-Anteils also ausgeschlossen.

Da CBD offiziell als legales Nahrungsergänzungsmittel eingestuft wird, müssen Verbraucher auch keine psychoaktive Wirkung befürchten. Dies bedeutet, dass die Fahrtüchtigkeit in keiner Weise beeinträchtigt ist. Auch soll sich die entspannende Wirkung, die dem Wirkstoff CBD nachgesagt wird, nicht auf den Alltag auswirken können. CBD wird zwar in erster Linie zur Beruhigung des Nervensystems sowie zur Linderung von körperlichen Beschwerden eingesetzt, jedoch macht das Mittel weder schläfrig noch mindert es die Leistungsfähigkeit.

Aus diesem Grund kann CBD (wie jedes andere Nahrungsergänzungsmittel auch) problemlos eingenommen werden, selbst wenn Verbraucher mit dem Auto unterwegs sind oder schwere Maschinen bedienen müssen. Der Führerschein ist selbst dann nicht in Gefahr, wenn CBD für einen längeren Zeitraum konsumiert oder ein CBD-Produkt mit einer höheren CBD-Konzentration ausgewählt wird.

Ist CBD mit einem Drogentest nachweisbar?

Auch wenn CBD die Fahrtüchtigkeit nicht beeinträchtigen kann, ist die Angst dennoch groß, in eine Verkehrskontrolle zu geraten und einen Drogentest machen zu müssen. Immerhin ist den meisten Verbrauchern bewusst, dass der Nachweis von THC rechtliche Konsequenzen haben kann.

Auch hier kann Entwarnung gegeben werden. Mit einem Drogentest wird nämlich nur nach THC (und anderen berauschenden Drogen) gesucht. Da die CBD-Produkte in Deutschland legal erhältlich sind und CBD nicht auf der Liste der unerlaubten Substanzen steht, bleibt CBD bei einem Drogentest außen vor.

Was die Spuren von THC in CBD-Produkten betrifft, schlägt der Drogentest gar nicht erst an. Denn die Mengen an THC sind verschwindend gering und machen weder high machen noch können sie die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen. Somit müssen Verbraucher weder im Straßenverkehr noch im Alltag und Beruf Konsequenzen durch die Einnahme von CBD befürchten.

Kann sich der THC-Gehalt in CBD-Produkten summieren?

Zugegeben: Jedes CBD-Produkt kann Spuren von THC enthalten. Deshalb stellt sich hier wieder die Frage, ob sich diese Spuren im Körper ansammeln und womöglich doch zu einer berauschenden Wirkung führen können. Rein theoretisch ist dies durchaus möglich, sofern Verbraucher über einen langen Zeitraum unverhältnismäßig große Mengen CBD-Öl konsumieren.

Ein einfacher Drogentest könnte in solchen Extremfällen durchaus als „positiv“ gewertet werden. Allerdings würde dieser Test einen Bluttest erfordern, um den Verdacht zu bestätigen. Aufgrund des geringen Anteils an THC, der selbst in einer größeren Menge CBD-Öl enthalten ist, würde dieser Test schließlich negativ ausfallen.

Wer gleich auf Nummer sicher gehen möchte, sollte auf den THC-Gehalt seines CBD-Produktes achten und das Öl gemäß der Herstellerangaben einnehmen. CBD-Produkte, die zum Beispiel aus Nutzhanf hergestellt werden, enthalten schon von Natur aus nur sehr geringe Mengen an THC, was sich dann auch im THC-Gehalt der Produkte widerspiegelt.

Zusammenfassung: CBD-Produkte beeinträchtigen den Alltag nicht

Viele Menschen haben immer noch Zweifel, ob CBD-Produkte berauschend wirken können oder nicht – immerhin enthalten sie Spuren von THC. Allerdings sind diese Mengen derart gering, dass bei herkömmlicher CBD Anwendung noch nicht einmal ein Drogentest die Spuren nachweisen kann. Was Cannabidiol selbst betrifft, handelt es sich um einen legalen Wirkstoff der Hanfpflanze. Er fällt nicht unter das Betäubungsmittelgesetz, selbst wenn er in großen Mengen konsumiert wird. Im Gegensatz zu THC soll er beruhigend wirken können, was jedoch weder die Fahrtüchtigkeit noch den Alltag beeinträchtigen kann.


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