Hilft CBD bei Stress?

Stress macht krank – darüber sind sich viele Forscher einig. Er wird für viele Probleme verantwortlich gemacht und soll als Auslöser von Angstgefühlen, Depressionen, Verspannungen und Rückenschmerzen gelten. Unbehandelt kann Stress nicht nur zu einem Bandscheibenvorfall, sondern auch zu einem Burn-out führen. Viele Menschen kennen das Gefühl, keine Energie mehr zu haben und völlig ausgebrannt zu sein. Nun vermuten Forscher, dass CBD gegen Stress helfen kann. Ist das wirklich möglich? Wir haben die Antwort, ob es mit CBD ein Mittel gegen Stress gibt.

Stress und seine Entstehung

Bevor wir uns dem Thema widmen, welches Mittel es gegen Stress gibt und ob CBD gegen Stress helfen kann, wollen wir zuallererst der Frage nachgehen, was Stress überhaupt ist und wie er entstehen kann.

H. Selye war der erste Mensch, der den Begriff Stress definierte. Er hatte herausgefunden, dass Stress negative Auswirkungen haben kann, da der Körper permanent in Alarmbereitschaft versetzt wird, um leistungsfähig zu sein und zu bleiben. Stress ist eigentlich nicht schlecht, da er uns im Extremfall beschützen und eine Kampf- oder Fluchtreaktion auslösen kann.

Heute weiß man Stress zu unterscheiden, da es grundsätzlich zwei Formen von Stress gibt. Als Eustress wird allgemein ein positiver Stress bezeichnet, der uns zu Höchstleistungen antreiben und die Leistungsfähigkeit verbessern kann. Sobald der Stress jedoch länger anhält und uns sprichwörtlich überfordert, haben wir es mit Disstress zu tun. Mit Disstress ist der negative Stress gemeint, der uns auf Dauer krank machen kann.

Wie kann Stress krank machen?

Stress ist eine ganz normale Reaktion des Körpers und der Psyche, die eine erhöhte Reaktionsbereitschaft erfordert. Dies kann zum Beispiel bei einem Wettkampf der Fall sein, wenn wir uns aufgrund von Anspannung selbst „unter Druck“ setzen. Diese Form von Stress kurbelt unsere Leistungsfähigkeit an und kann uns bestenfalls zum Sieg führen.

Negativer Stress kann hingegen Angstgefühle auslösen, da er uns vollkommen überfordert und den Blutdruck steigen lässt. Oft stehen die Angstgefühle mit Schlafstörungen in Verbindung, weil wir die Informationen des Tages nur schwer verarbeiten und die Gedanken nicht abschalten können.

Meistens durchläuft der Körper in stressigen Situationen unterschiedliche Stadien:

1. Alarmphase: In dieser Phase schüttet der Körper vermehrt Stresshormone (Cortisol) aus, was zu einem Anstieg der Herzfrequenz, zu Verspannungen und einer „Schärfung der Sinne“ führt.

2. Widerstandsphase: In dieser Phase ist der Körper bestrebt, die Ausschüttung von Stresshormonen wieder auszugleichen und den Normalzustand herzustellen.

3. Erschöpfungsphase: Stress kostet jede Menge Energie, was in der letzten Phase deutlich wird. Grundsätzlich gilt: Je länger und intensiver die Alarmphase ist, desto ausgeprägter ist die Erschöpfungsphase.

Ausgeprägte Erschöpfungsphasen können für den Körper übrigens besonders gefährlich sein, da sie das Immunsystem schwächen und zu gesundheitlichen Problemen führen können. Umso wichtiger ist es, ein probates Mittel gegen Stress zu haben, damit es gar nicht erst zu stressbedingten Angstgefühlen, Depressionen und einem Burn-out kommen kann.

Warum Stress oft von Angstgefühlen begleitet wird

Ängste scheinen heutzutage ein ständiger Begleiter zu sein. Wir fürchten uns oft vor vielen Dingen, nicht nur vor Spinnen. Viele Menschen werden von Zukunftsängsten geplagt, während andere unter der Last des Alltags zu ersticken drohen. Wenn wir das Gefühl haben, den täglichen Aufgaben nicht mehr gewachsen zu sein, reagieren wir oft mit Angstgefühlen. Angst schnürt uns die Kehle zu und lässt uns nur wenig Luft zum Atmen.

Angstgefühle langfristig in den Griff zu bekommen, kann äußerst schwierig sein, selbst mit einer medikamentösen Therapie. Die Schulmedizin scheint hier oft an ihre Grenzen zu stoßen, weshalb die Wissenschaft nach einer Alternative sucht, um Betroffenen die Angstgefühle zu nehmen. Derzeit geht man davon aus, dass CBD ein wirksames Mittel gegen Stress und Angstgefühle sein kann.

CBD-Öl kann bei Panikattacken helfen
Reizüberflutung im Alltag kann auch zu Stress führen

CBD gegen Stress?

CBD wird im Allgemeinen eine beruhigende und angstlösende Wirkung zugeschrieben, weshalb es auch sehr gerne bei Stress und den damit verbundenen Begleitsymptomen, wie zum Beispiel Angstgefühlen, Schlafstörungen und Panikattacken, eingesetzt wird. Wie du bereits weißt schwächt chronischer Stress auf Dauer das Immunsystem, sodass wir anfälliger für grippale Infekte (und andere Erkrankungen) sind. In solchen Situationen scheinen wir den kleinsten Aufgaben des Alltags nicht mehr gewachsen zu sein und können auf Probleme empfindlich reagieren.

Hier kommt CBD ins Spiel: Der Wirkstoff soll den Körper widerstandsfähiger gegen Stress machen und zu einer Linderung von Stresssymptomen beitragen können, indem er die Ausschüttung von Stresshormonen dämpft. Die Ursachen von Stress können mit CBD allerdings nicht beseitigt werden – hier bedarf es einer Umstellung der Gewohnheiten. Hierzu gehören zum Beispiel:

  • angemessene und regelmäßige Ruhepausen
  • Verzicht auf Alkohol, Drogen und zu viel Kaffee
  • eine gesunde Ernährung
  • ausreichend Bewegung

Als Mittel gegen Stress kann es empfehlenswert sein, CBD über einen längeren Zeitraum einzunehmen, um eine ausgleichende und beruhigende Wirkung zu erzielen.

CBD und die Wirkung auf das Endocannabinoid-System

CBD soll den Stress und die damit verbundenen Nebenwirkungen auf vielen Wegen bekämpfen können, indem es unser Endocannabinoid-System beeinflusst. Das Endocannabinoid-System steht in enger Verbindung mit unserem Hormonhaushalt und ist für die Hormonausschüttung, unseren Schlaf, das Immunsystem und den Appetit verantwortlich.

Gerät dieses System durch Stress aus dem Gleichgewicht, können wir auf Dauer krank werden. CBD soll über Rezeptoren mit dem Endocannabinoid-System kommunizieren und zur Aufrechterhaltung des hormonellen Gleichgewichts beitragen können. Forscher vermuten sogar, dass CBD womöglich bestimmte Neurotransmitter aktivieren kann, die die Stimmung aufhellen und das Wohlbefinden steigern können. Gleichzeitig soll es die Produktion von Stresshormonen (Cortisol und Adrenalin) hemmen können.

Anwendung von CBD gegen Stress

CBD soll nicht nur ein wirksames Mittel gegen Stress sein – der Wirkstoff soll auch bei vielen weiteren Beschwerden helfen können. Zunächst einmal muss gesagt werden, dass Betroffene, die unter stressbedingten Depressionen und Angstgefühlen leiden, einen Arzt aufsuchen sollten, um die Symptome fachlich abklären zu lassen. Viele Ärzte sind bereits mit der CBD Anwendung vertraut und können vielleicht eine Empfehlung für die Dosierung von CBD geben.

CBD-Öle sollen bei Stress und Angstgefühlen besonders hilfreich sein. Sie werden in unterschiedlichen CBD-Konzentrationen hergestellt und enthalten zwischen 5 und 25 Prozent CBD. Wer sich bei der CBD-Dosierung unsicher ist, sollte stets mit einem niedrig konzentrierten CBD-Öl beginnen und die Dosierung und Konzentration bei Bedarf langsam steigern, bis die gewünschte Wirkung eintritt.

Welche Dosierung kann bei Angstgefühlen und Stress wirksam sein?

Wie bereits erwähnt sollten Erstanwender mit einem niedrig dosierten CBD-Öl (5 Prozent CBD-Gehalt) beginnen. Bei Stress werden in der ersten Woche drei Tropfen CBD-Öl täglich eingenommen, bevor die Dosierung in der zweiten Woche auf vier Tropfen täglich erhöht wird. Sollte die gewünschte Wirkung ausbleiben, kann die Dosierung nochmals gesteigert werden, indem Betroffene ab der dritten Woche fünf bis sechs Tropfen CBD-Öl einnehmen.

Das subjektive Empfinden spielt dabei eine große Rolle, da es keine speziellen Empfehlungen zur CBD-Einnahme bei Stress gibt. Oft wird die Einnahme von CBD mit weiteren Nahrungsergänzungsmitteln, darunter Magnesium und Vitamin B, kombiniert, um eine zufriedenstellende Wirkung zu erzielen.

Generell empfiehlt es sich, die CBD-Tropfen über den Tag verteilt einzunehmen. Die letzte Dosis sollte allerdings vor dem Zubettgehen erfolgen, um zu einer besseren Schlafqualität beizutragen. Die Tropfen werden dabei direkt auf die Mundschleimhaut geträufelt und für zwei bis drei Minuten im Mund belassen, damit sie einwirken können.

Welche CBD-Produkte bei Stress?

Die Vielfalt an CBD-Produkten ist mittlerweile sehr groß, sodass die Auswahl oft schwerfällt. Viele Anwender greifen sehr gerne auf CBD-Kapseln zurück, da sich diese einfach dosieren lassen. Nichtsdestotrotz sollen CBD-Öle am besten wirken können, da die Mundschleimhaut den Wirkstoff sehr schnell aufnehmen kann.

CBD-Öle haben überdies den Vorteil, dass die Dosierung langsam gesteigert werden kann, um sich an die „Wohlfühldosis“ heranzutasten. Um von dem vollen Spektrum der Hanfpflanze profitieren zu können, sollten Anwender auf ein Vollspektrum-Öl zurückgreifen, das möglichst aus biologischem Anbau stammt.

Zusammenfassung: CBD kann bei Stress und Angstgefühlen helfen

CBD kann durchaus ein wirksames Mittel gegen Stress und Angstgefühle sein. Dem Wirkstoff werden beruhigende und ausgleichende Eigenschaften zugeschrieben, da er mit dem Endocannabinoid-System interagieren und einen hormonellen Ausgleich schaffen kann. So soll CBD die Ausschüttung von Stresshormonen dämpfen können, während der Wirkstoff auf der anderen Seite zur Aktivierung von bestimmten Neurotransmittern beitragen kann, die die Stimmung und das Wohlbefinden verbessern können.

Indem CBD dabei hilft, Stress und die damit verbundenen Symptome zu lindern, soll es auch den Schlaf positiv beeinflussen können, sodass Betroffene insgesamt ruhiger und entspannter sind. Oft sind allerdings noch weitere Maßnahmen notwendig, um Stress und Angstgefühle langfristig aus dem Leben zu verbannen. So wird CBD sehr gerne mit Magnesium und B-Vitaminen kombiniert, wobei die Behandlung auch mit einer Änderung der Gewohnheiten einhergehen sollte.


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